Fallpauschalen und zu erbringende Therapieminuten sind ein belastender Faktor, der jeden begleitet, der mit Patienten in der Akutversorgung oder Rehabilitation arbeitet. Sicherlich ein wichtiges Instrument um geleistete Arbeit abzurechnen und eine Quantifizierung dessen zu ermöglichen.
Leider verkommt es in der Praxis dadurch zu einer Verschlechterung der Qualität der Arbeit! Nur ein Beispiel aus der Klinik: 300 Therapieminuten pro Patient und pro Tag, zur Hälfte werden diese durch Therapeuten, zur anderen Hälfte durch therapeutische Pflege erbracht. Schaut man sich diese einzelnen Posten an, stehen da Dinge wie "leichte Krisenintervention = 5 Min." und "Gedächtnistraining = 5 Min.". In der Praxis bedeutet dies allerdings eher ein kurzes Nachfragen der Befindlichkeit und die Frage nach dem Nachtschlaf.
Kommt es nun zu Engpässen in der Pflege, müssen entstandene Lücken in der Gesamtminutenzahl natürlich abgefangen werden. Nur wie kann man einem Phase B Patienten bei verminderter Belastbarkeit dies überhaupt zumuten? Oftmals stoßen Patienten hier an die Grenzen ihrer derzeitigen Leistungsfähigkeit. Wem ist damit geholfen?
Alles in allem geht es nicht darum eine optimale Therapie zu ermöglichen, sondern einzig und allein um die Wirtschaftlichkeit. So möchte man selbst als Patient nicht behandelt werden. Hört man dann in den Medien wieder Nachrichten rund um die Vergütung der GkV-Vorstandsvorsitzende läuft es kalt den Nacken herunter!!
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